Arbeit


Gute Arbeit. Gute Löh­ne. Men­schen vor Pro­fi­te.

Obwohl die Wirt­schaft in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stark gewach­sen ist, kommt der wirt­schaft­li­che Erfolg längst nicht bei allen an, die hier arbei­ten oder leben. Das Armuts­ri­si­ko in Fürth ist wei­ter­hin hoch: Etwa 17 Pro­zent der Fürther*innen sind von Armut betrof­fen — oft trotz Beschäf­ti­gung. Über 10 Pro­zent der Fürther*innen sind auf Sozi­al­leis­tun­gen ange­wie­sen, bei Kin­dern sind es sogar 17 Pro­zent. Hohe Lebens­hal­tungs­kos­ten und das Schwin­den von kos­ten­lo­sen und güns­ti­gen Räu­men zur Frei­zeit­ge­stal­tung und kul­tu­rel­len Betä­ti­gung ver­schär­fen die Pro­ble­ma­tik wei­ter. Von Armut Betrof­fe­ne wer­den so immer wei­ter von der sozia­len Teil­ha­be am Stadt­le­ben aus­ge­grenzt.

Auch in Fürth machen sich also die Fol­gen der von SPD und Grü­nen geschaf­fe­nen Hartz-Geset­ze bemerk­bar. „Libe­ra­li­sie­rung des Arbeits­mark­tes“ und „dyna­mi­sche Wirt­schaft“ heißt vor allem eines: Die Rei­chen wer­den rei­cher, die Armen ärmer. Obwohl in Fürth die Erwerbs­lo­sen­quo­te rück­läu­fig ist, hält der Trend zu pre­kä­ren Arbeits­ver­hält­nis­sen, befris­te­ten Ver­trä­gen, Leih­ar­beit oder ande­ren unge­si­cher­ten Arbeits­ver­hält­nis­sen an.

Wir ste­hen für eine Wirt­schafts­po­li­tik, in der der erwirt­schaf­te­te Reich­tum allen Men­schen zu Gute kommt. Wir kämp­fen zusam­men mit den Gewerk­schaf­ten für einen men­schen­wür­di­gen und stress­frei­en Arbeits­markt und eine Stadt, in der nie­mand unter die Armuts­gren­ze fällt.

DIE LIN­KE. Fürth for­dert

  • strik­te Ein­hal­tung gel­ten­der Tarif­ver­trä­ge bei Stadt, städ­ti­schen Unter­neh­men und Sub­un­ter­neh­men
  • städ­ti­sche Auf­trä­ge nur an Unter­neh­men, die städ­ti­schen sozia­len und öko­lo­gi­schen Kri­te­ri­en ent­spre­chen. Dazu gehö­ren u.a. Tarif­ver­trä­ge, Ange­bot von Aus­bil­dungs­plät­zen, Erfül­lung der recht­lich fest­ge­leg­ten Schwer­be­hin­der­ten­quo­te, Exis­tenz einer betrieb­li­chen Inter­es­sen­ver­tre­tung (z.B. Betriebs­rat) und fai­re Lie­fer­ket­ten
  • kei­ne Auf­wei­chung der Laden­schluss­zei­ten und der Rege­lun­gen zu Sonn- und Fei­er­tags­ar­beit
  • den dau­er­haf­ten Ver­zicht auf sach­grund­lo­se Befris­tun­gen, Leih­ar­beit und 1‑Eu­ro-Jobs bei städ­ti­schen Arbeits­plät­zen
  • die Anhe­bung des Gewer­be­steu­er­he­be­sat­zes um ein Pro­zent zur Finan­zie­rung von betrieb­li­chen Begleit­pro­gram­men für am Arbeits­markt benach­tei­lig­te Grup­pen, wie z.B. Geflüch­te­te, Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen oder Gering­qua­li­fi­zier­te
  • arbeits- oder wohn­ort­na­he Kin­der­ta­ges­be­treu­ung mit fle­xi­blen Öff­nungs­zei­ten und fami­li­en­freund­li­chen Betreu­ungs­zei­ten
  • kei­ne Pri­va­ti­sie­rung von öffent­li­chen Betrie­ben oder Betriebs­tei­len, Ein­rich­tun­gen und Auf­ga­ben
  • kei­ne Fremd­ver­ga­be von Leis­tun­gen durch kom­mu­na­le Betrie­be zum Zweck der Lohn­sen­kung
  • kei­ne öffent­lich-pri­va­ten Part­ner­schaf­ten („Public Pri­va­te Part­nerships“), da die­se zu Erzie­lung von Gewin­nen und Pri­va­ti­sie­rung und damit zu höhe­rer Belas­tung der Einwohner*innen durch Gebüh­ren füh­ren
  • die Rück­füh­rung für die Grund­ver­sor­gung wich­ti­ger kom­mu­na­ler Unter­neh­men in die öffent­li­che Hand
  • die geziel­te För­de­rung gemein­wohl­ori­en­tier­ter Betrie­be und Genos­sen­schaf­ten
  • die Fort­füh­rung der städ­ti­schen Unter­stüt­zung der Tafeln; Bedin­gun­gen schaf­fen, die die Tafeln über­flüs­sig machen